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SKN-Erwerb Obedience mit Rudolf Bartlang

Der orkanartige Sturm “Herwart“ fegte am 28.10.2017 über den Hundeplatz der Schäferhundfreunde Neuburg an der Donau hinweg und warf mit Ästen und Laub um sich. Aber nicht nur das Wetter verlangte an diesem Wochenende viel Flexibilität von den Teilnehmern des SKN-Erwerb Obedience unter der Seminarleitung von Sieglinde Kirsch. Auch die Herkunft und die damit verbundenen Sprachbarrieren der Teilnehmer stellten eine große Herausforderung für alle Gäste und den Referenten Rudolf Bartlang dar. Ein buntes Dialektgemisch war bereits bei der Begrüßung und der persönlichen Vorstellung der Sportler aus Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen zu hören. Während sich der Sturm noch über Neuburg austobte, ging es im warmen Vereinsheim bereits um Fristschutzanträge, Aufgaben des Prüfungsleiters - vor, während und nach der Prüfung - und das Zubehör, welches für eine Prüfung benötigt wird. Sieglinde Kirsch erläuterte nochmals kurz die Prüfungsordnung für die Beginner und die Klasse 1, sodass alle Teilnehmer in etwa auf dem gleichen Wissenstand waren. Um ein effektiveres Training zu erreichen wurden die Übungen, Abrufen mit Steh und Apportieren, in einzelne Teile zerlegt. Nach einem stärkenden Mittagessen hatte der Sturm ein Einsehen und der Praxisteil auf dem perfekt gemähten Hundeplatz konnte beginnen. Die Teilnehmer stellten sich unter Anleitung von Leistungsrichter Rudolf Bartlang mit ihren Hunden zur Gruppenübung der Beginner auf. Er erläuterte die genau Durchführung und die damit verbundenen Kommandos des Ringstewards. Im Anschluss daran durften die Teilnehmer, diesmal ohne Hund, die Winkelarbeit und die Tempounterschiede bei der Freifolge üben. Hier wurde großer Wert auf den gleichmäßigen Takt beim Gehen gelegt. Die Teilnehmer waren erstaunt über die unterschiedlichen Möglichkeiten für den Aufbau der Positionen Sitz und Platz aus der Bewegung und die abwechslungsreiche Übungsgestaltung bei der Box. Wertvolle Tipps lieferte Rudolf Bartlang danach auch für den Aufbau des Richtungsapports im Training und für die Problemlösung bei schlechter Aufnahme und unruhigem Halten des Apportels. Ein gemeinsames Fischessen mit den Neuburger wurde mit einem bundeslandübergreifenden Erfahrungsaustauch bereichert und ein gemütliches Beisammensein beendete diesen stürmischen und ereignisreichen Seminartag. Der zweite Tag begann wie der Erste mit Regen. Deshalb wurde von Sieglinde Kirsch die Prüfungsordnung der Klassen 2 und 3 besprochen und die meisten Unklarheiten beseitigt. Nach einer kurzen Pause absolvierten die Teilnehmer die schriftliche Prüfung unter der Aufsicht von Rudolf Bartlang. Auch das Ausfüllen und die fristgerechte Abgabe einer Vielzahl von Formularen im Obedience-Bereich sollten gelernt sein. Dementsprechend wurde nochmals genau auf das Erstellen von Formularen eingegangen. Nach einer Mittagspause hielten die Teilnehmer Kurzreferate zu Fragen des Trainingsaufbaus und über den genauen Ablauf von Obedience Übungen. Endlich hatte der “Wettergott“ ein Einsehen mit den aktiven Seminarteilnehmern und somit konnte nun endlich der zweite Praxisteil folgen. Es ging um ein zielgerichtetes Aufwärmen des Hundes vor Training und Wettkampf und ein schnelles und freudiges Einnehmen der Grundstellung und den Aufbau der Übung 8 in der Klasse 3. Eine besondere Herausforderung war der richtige Laufweg des Hundeführers um die Schilder des Blitzes. Am Ende erläuterte Rudolf Bartlang noch die wichtigsten Punktabzüge in den einzelnen Klassen und auch wie man diese vermeiden kann. Alle Teilnehmer haben ihre Prüfung mit Bravour bestanden und stellten sich gemeinsam mit den Referenten und Mitgliedern der Neuburger Schäferhundefreunde zu einem Erinnerungsfoto auf. Andrea Dummer und Zdenka Broyova (Bunte Hunde Wald), Carola Scherz (IHSF Ering), Lina Andreas (HSV Velstove) und Bernhard Mößlang (HAZ Ehingen-Kirchen) sind die neuen Ausbilder für Obedience. Ein großer Dank an Karin Großmann und Sofia Berner von den Schäferhundfreunden Neuburg für die ausgezeichnete Verköstigung. In Neuburg ist man einfach immer gut versorgt. Zwischenzeitlich hatte sich auch Sturm “Herwart“ beruhigt und die Teilnehmer konnten sich sicher auf den Nachhauseweg begeben.

 
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